Lohnentwicklung in Deutschland
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Manfred Julius Müller: Alles
wurde schlechter...
Die
Faustregel des produktiven Fortschritts: |
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Rechnet man von 1880 bis 1980 die Kriegsjahre und deren Folgen heraus, kam es in Deutschland und anderen Industrienationen binnen 25 Jahre immer zu einer Verdoppelung des allgemeinen Wohlstands (der Nettoreallöhne und Renten). |
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Seit
1980 gilt diese Faustregel nicht mehr: Statt der
Wohlstandsverdoppelung ging es nur noch bergab. Wenn es
immer wieder heißt, EU und Globalisierung bringen uns
mehr Wohlstand, dann möchte ich nicht wissen, wie ohne
diese beiden "Wohlstandsfaktoren" der Absturz ausgesehen
hätte. Wäre Deutschland dann zu einem
industriellen Entwicklungsland verkommen? |
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Lohnsenkungen
trotz doppelter Produktivität - wie kann das
sein? Denn würde in aller Offenheit darüber geredet, kämen unweigerlich unliebsame Wahrheiten ans Tageslicht. Es würde deutlich, dass weder die Globalisierung noch die EU zur Wohlstandssteigerung etwas beigetragen haben, ganz im Gegensatz zu dem, was uns immer wieder von allen Seiten beteuert wurde. Es würde offenbar, dass im Gegenteil EU und Globalisierung systematische Wohlstandskiller sind. Denn es leuchtet ja durchaus ein: Ein Land ohne vernünftige Zollgrenzen kann sich gegen das globale Dumpingsystem nicht wehren - ein Land ohne Zollgrenzen muss unweigerlich mitmachen beim absurden Unterbietungswettbewerb. Nutznießer dieser falschen Wirtschaftspolitik sind vor allem das Großkapital, also Konzerne und Spekulanten, zufällig genau die, die großen Einfluss auf die Medien und Politik ausüben. Näheres... "Seit
1980 sinken die Reallöhne trotz steigender
Produktivität. Aber die Ursachen für
diesen Widerspruch scheinen kaum zu
interessieren. Die
Arbeitsbedingungen werden zunehmend
schlechter! |
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Wie ist es möglich, dass Wirtschaftswachstum und Produktivität stetig zulegen, die Reallöhne aber dennoch sinken. Zur
Abb.: Außerdem:
Ohne Globalisierungseffekte wäre auch die
Produktivität noch stärker gestiegen. |
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"Aber
das stimmt doch gar nicht, die Löhne sind doch
gestiegen!"
Der
technische Fortschritt führt in modernen
Industrieländern etwa alle 25 Jahre zur
Verdoppelung des Wohlstandes. Sollen
wir also weitermachen wie bisher? Sind wir auf dem
richtigen Weg? Sollen wir weiter darauf vertrauen,
dass EU und Globalisierung die großen
Heilsbringer sind?
Von
1900 bis 1980 hat sich die Kaufkraft (der Wohlstand)
mindestens
verfünffacht! Fest steht, dass von 1900 bis 1980, in einer Zeit funktionsfähiger Zollgrenzen (also ohne EU und Globalisierung), der allgemeine Wohlstand (die Reallöhne) sich mindestens verfünffacht haben. Berücksichtigt man die Kriegs- und Nachkriegszeiten, so bleibt festzustellen, dass die Verfünffachung des Wohlstandes sich de facto in 50 Jahren vollzog. Und
seit 1980 geht es nur noch bergab - das muss doch einen
Grund haben. Ziele
und Hintergründe meiner
Arbeit
"Welchen Wert haben Auseinandersetzungen über die Globalisierung und die wirtschaftlichen Probleme Deutschlands, wenn das herausragende Phänomen der sinkenden Reallöhne bei steigender Produktivität einfach ignoriert wird?"
"Aber
der Normalbürger kann sich heute doch viel
mehr leisten als vor 30
Jahren..." Dabei
wird leider auch immer wieder der Reallohn mit
dem Wohlstand gleichgesetzt. Zu
alledem vernebeln auch noch gesellschaftliche
Veränderungen den Blick. Zwar gibt es heute
mehr sichtbare Wohlstandssymbole (Pkw,
Eigenheime, Auslandsreisen usw.), dafür sind
aber häufig andere Formen der
Lebensqualität verloren gegangen. Nachtrag
23.3.2010: Zaghafte
Erklärungsversuche Die
lapidare Antwort: "Der
Wohlstandzuwachs von 1950 bis 1980 war ein Sonderfall, ein
Glücksfall der
Geschichte!"
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Weiterführende Abahndlung: "Aber das stimmt doch gar nicht, die Löhne sind doch gestiegen!" Das Produktivitätswachstum in Deutschland seit 1980 Verdeckte Arbeitslosigkeit - nur die Spitze des Eisbergs ist wirklich sichtbar.
Home (Eingangsseite www.das-kapital.eu mit Menueleiste) © Manfred J. Müller, Flensburg
Das
kapitalistische
Ermächtigungsgesetz Das
letzte Aufbäumen - der Euro vor dem
Fall? Die
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verkannt! Alles
wurde schlechter... Staatliche
Notmaßnahmen Abschaffung
des Euro -
Wiedereinführung
der DM Die
Vor- und Nachteile einer
Finanztransaktionssteuer Ursachen
und Folgen der
Weltwirtschaftskrisen Aber
Deutschland lebt doch vom
Export...! Wie
verlaufen Finanzkrisen? Die
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Marx Wie
sinnvoll ist die
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Sozialstaats Wie
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austrocknen? Sie
hätten das Doppelte
verdient!
Weitere interessante Seiten finden Sie auf www.anti-globalisierung.de, www.kapitalismus-online.de, www.weltwirtschaft-globalisierung.de, www.parlamentswahlen.de
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